Tamara Ireland Stone mit „Buxtehuder Bulle“ ausgezeichnet

Tamara Ireland Stone mit „Buxtehuder Bulle“ ausgezeichnet – Laudatoren loben Geist und Sogkraft des Buches
 
Buxtehude. „Ich kann es kaum fassen, ich bin so überwältigt. Ich stehe nur Ihretwegen hier“, mit diesen Worten hat die US-amerikanische Autorin Tamara Ireland Stone am Freitagabend den mit 5.000 Euro dotierten Jugendliteraturpreis Buxtehuder Bulle aus den Händen der Buxtehuder Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt entgegengenommen. Geehrt wurde die 1969 in Frankfurt am Main geborene Autorin vor rund 500 Zuschauerinnen und Zuschauern auf der Buxtehuder Halepaghen-Bühne für ihren Jugendroman „Mit anderen Worten: ich“ („Every last word“), erschienen im Magellan-Verlag in der Übersetzung von Sandra Knuffinke und Jessika Komina.  
 
„Wir sind fasziniert, inspiriert, angerührt und bewegt.“
 
Die Laudatoren, der Buxtehuder Pastor Lutz Tietje (St. Paulus Gemeinde) und seine Ehefrau, die Fachärztin für Kinder und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Dr. Maren Tietje, lobten den Geist des Buches: „Sie, liebe Tamara, lassen uns die Kraft von Worten spüren, und lassen uns erleben, wie ein Ich sich selbst sucht und findet. Und wir sind fasziniert, inspiriert, angerührt und bewegt.“
 
Buxtehudes Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt betonte die besondere Bedeutung der Literatur und die Macht der Sprache: „Worte können trösten, aber auch tief verletzen.“ Tamara Ireland Stone sei es gelungen, mit ihrem Roman ihre Leser für sich einzunehmen. Mehr noch: „Tamara, Sie haben Buxtehude verzaubert.“
 
US-Autorin nannte die Auszeichnung als eine ganz besondere Ehre

Tamara Ireland Stone war zu tiefst gerührt und sagte: „Dass ich diesen Preis bekommen habe, ist eine unglaublich große Ehre. Als Autor hofft man, dass die von uns geschaffene Welt einen Einfluss hat auf die Leser hat. Dieser Preis zeigt mir, dass es mir anscheinend gelungen ist zu berühren.“

uebergabe des bullen

Protagonistin des Buches ist Samantha. Der Teenager verheimlicht aus Angst, als verrückt abgestempelt zu werden, mühsam seine Zwangsstörung. Worte sind nicht Samanthas Freunde. Im Gegenteil: In endlosen Gedankenschleifen verfolgen sie Sam und hindern sie daran, ein unbeschwertes Leben zu führen. Doch die Begegnung mit Caroline ändert ihr Leben. Caroline schaut hinter Sams Fassade und lädt sie ein, sich einem geheimen Dichterklub anzuschließen. Hier erlebt Sam zum ersten Mal die befreiende Kraft von Worten und kommt sich selbst wieder nahe.
 
Slammer demonstrierten Macht der Worte auf der Bühne
 
Der Moderator der feierlichen Preisverleihung, Sven Kamin, und seine Kollegin Tabea Farnbacher – beide gehören zu den erfolgreichsten Slammern Norddeutschlands – hatten das Thema des Buches  „Gefühlswelt Jugendlicher und die Macht der Worte“ aufgenommen. Sie gestalteten das Rahmenprogramm. Tabea Farnbacher bat das Publikum, die Augen zu schließen und trug dann auf der Bühne sitzend den Slam „Stromausfall“ vor. Sven Kamin hingegen feuerte mit ganzem Körpereinsatz dem Publikum das „Terrorgedicht“ entgegen und imaginierte ein Zweigespräch mit den „Alten Meistern“ Johann Wolfgang Goethe, Franz Kafka oder etwa Hermann Hesse.   
 
In Anlehnung an den geheimen Dichterclub im Roman interpretierten Kamin und Farnbacher mit dem „Buxtehuder Dichterclub“ – bestehend aus sechs Buxtehuder Slammern – eine zentrale Szene des Buches auf ihre Weise. Musikalisch begleitet wurde das Rahmenprogramm von Guido Jäger und Angel García Arnés.  
 
Stone suchte den Kontakt zu ihren Lesern und gab Autorgramme
 
Im Anschluss an die Preisverleihung suchte die Autorin den Kontakt zu ihren Leserinnen und Lesern. Beim Signieren ihrer Bücher, kam sie ins Gespräch mit ihrer Zielgruppe. „Schreiben ist ein einsamer Prozess, der Kontakt mit den Lesern ist mir so wichtig. Im Gespräch finde ich heraus, wie die Leser meine Welt, die Charaktere verstehen und wo sie Anknüpfungspunkte finden“, so Stone.

bullevard-stone

Bereits am Nachmittag war in Buxtehudes Altstadt die 46. Platte des Buxtehuder „BULLEvard“ – eine Messingplatte, versehen mit Namen der Siegerin und des prämierten Buches, – von Tamara Ireland Stone und Buxtehudes Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt eingeweiht worden.  
 
Tamara Ireland Stone war schon bei Bekanntgabe der Jury-Entscheidung Ende August sehr gerührt. „Ich war total geschockt und überrascht. Und jetzt bin ich so dankbar für diese unglaubliche Ehre.“ Tamara Ireland Stone freute sich darüber, wie herzlich sie und ihr Vater Bill in Buxtehude empfangen wurden. „Wir kamen als Fremde und gehen als Freunde – wenn wir überhaupt wieder gehen.“

Buxtehuder Bulle: Verleihung am 10. November

Buxtehude. Die Hansestadt Buxtehude verleiht am 10. November den mit 5.000 Euro dotierten Jugendliteraturpreis Buxtehuder Bulle 2016 an die Autorin Tamara Ireland Stone. Die US-Amerikanerin wird am Freitag, 10. November, in Buxtehude auf der Halepaghen-Bühne, Konopkastraße 5, während der offiziellen Preisverleihung ab 19 Uhr für Ihren im Magellan Verlag erschienenen Roman „Mit anderen Worten: ich“ (Original: „Every last word“), geehrt.

Verliehen wird der Buxtehuder Bulle 2016 von Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt. Die Laudatio halten der Buxtehuder Pastor Lutz Tietje (St. Paulus Gemeinde) und seine Ehefrau, die Fachärztin für Kinder und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Dr. Maren Tietje. Beide werden sich in einer Art Zwiegespräch dem Thema „Gefühlswelt Jugendlicher und die Macht der Worte“ nähern. Damit stoßen die Laudatoren auch durch ihren beruflichen Hintergrund in die Tiefe des prämierten Romans „Mit anderen Worten: ich“ vor. Denn die Protagonistin Samantha leidet unter einer Zwangsstörung; erst durch den Eintritt in einen geheimen Dichterclub erfährt sie die Kraft der Sprache und kommt sich selbst wieder nahe.

Poetry Slams und Musik transportieren Stimmung des Buches

sven kamin

Thema und Stimmung des Buches greifen auch die beiden renommierten Poetry Slammer Tabea Farnbacher und Sven Kamin auf: Sie gestalten das Rahmenprogramm. Die Zweitplatzierte bei den U20-Meisterschaften des deutschsprachigen Poetry-Slams Tabea Farnbacher hat sich in der Vergangenheit auch schon mit psychischen Leiden befasst, etwa in ihrem Slam „Brief an meine Depression“. Derzeit steht sie mit Co-Slammer und Moderator des Bullen-Abends, Sven Kamin, im Halbfinale der deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry-Slam. Sven Kamin ist Hamburger Stadtmeister 2016, erster NDR Slam op Platt Weltmeister, erster Bremer Rap-Slam Sieger und außerdem Mitorganisator des Slam Bremen im Lagerhaus, einem der drei ältesten Poetry Slams Deutschlands.

Für die stimmungsvolle Begleitung durch den Abend wird außerdem Guido Jäger mit seinem Trio sorgen. Jäger ist Kontrabassist und Komponist, der intensiv mit Giora Feidman zusammenarbeitet, aber auch mit der Philharmonie der Nationen durch Israel und Spanien tourte. Außerdem arbeitet er für Konzerte und CD-Produktionen etwa mit Ulrich Tukur, Burkhardt Klaußner, Dominique Horwitz oder Iris Berben zusammen.

Empfang, Lesungen in Schulen und öffentlicher Auftritt

Die Autorin zeigte sich schon bei Bekanntgabe der Jury-Entscheidung überwältigt und teilte ihre Begeisterung in den Sozialen Medien. Ihre Freude über die Auszeichnung zeigt sich auch daran, dass Tamara Ireland Stone bereits Tage vor der offiziellen Preisverleihung nach Buxtehude reist. Der erste offizielle Termin ist der Empfang bei Buxtehudes Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt am Mittwochmittag. Zwischen Mittwoch und Freitag wird die Autorin vormittags in Buxtehuder Schulen vor mehr als 200 Schülern lesen.

Die erste öffentliche Veranstaltung findet am Donnerstag, 9. November, um 20 Uhr in der Stadtbibliothek Buxtehude, Fischerstraße 2, statt. Dort liest die Preisträgerin des 46. Buxtehuder Bullen aus ihrem prämierten Buch und anschließend mit den Anwesenden das Gespräch suchen. Ein Übersetzer wird dabei sein.

Enthüllung der Platte auf dem „BULLEvard“ am Freitag um 14 Uhr

Die Messingplatte, versehen mit Namen der Siegerin und des prämierten Buches, wird am Freitag, 10. November, vor der Buchhandlung Literatur im Zimmer, Breite Straße 18, eingeweiht. Mit dabei sein wird nicht nur Tamara Ireland Stone sondern auch in Comedian, der Touristen und Bürger einlädt, gemeinsam mit der US-Amerikanerin, die 46. Platte des Buxtehuder „BULLEvard“ der Öffentlichkeit zu übergeben.

46. Preisverleihung

Erleben Sie mit uns die Preisverleihung des 46. Buxtehuder Bullen an die Preisträgerin Tamara Ireland Stone für ihr Buch "Mit anderen Worten: Ich" am Freitag, den 10. November 2017 um 19.00 Uhr auf der Halepaghen-Bühne. Eintritt frei!

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Öffentliche Lesung

Seien Sie Gast bei unserer öffentlichen Lesung, am Donnerstag, den 9. November 2017 um 20.00 Uhr in der Stadtbibliothek. Tamara Ireland Stone liest aus dem Buch "Mit anderen Worten: Ich". Eintritt: 5 €.

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Der Buxtehuder Bulle 2016 geht an Tamara Ireland Stone „Mit anderen Worten: ich“

Buxtehude. Der renommierte Jugendliteraturpreis Buxtehuder Bulle 2016 geht an Tamara Ireland Stone „Mit anderen Worten: ich“, erschienen im magellan Verlag in der Übersetzung von Sandra Knuffinke und Jessika Komina.tamara und coverDie Bürgermeisterin der Hansestadt Buxtehude, Katja Oldenburg-Schmidt, gab das Ergebnis am Donnerstagabend, 31. August 2017, gleich nach der Live-Auszählung der Jury-Stimmen im Buxtehuder Stadtteilzentrum Stieglitzhaus bekannt.

Die US-amerikanische Autorin hatte schon im Vorfeld der Auszählung auf den Sozialen Medien wie Instagram das Treiben um den Buxtehuder Bullen verfolgt. Und kommentierte spontan auf Instagram: „I’m in SHOCK!! Vielen Dank!!“ Beim anschließenden Gespräch mit Organisatorin und Stadtbibliotheksleiterin Ulrike Mensching zeigte sie sich begeistert. Sie sei sehr dankbar für die Auszeichnung und versprach, zur Preisverleihung nach Buxtehude zu kommen.
In Tamara Ireland Stones „Mit anderen Worten: ich“ kämpft Samantha gegen die Angst, als verrückt abgestempelt zu werden. Denn Worte sind nicht Samanthas Freunde. Im Gegenteil: In endlosen Gedankenschleifen verfolgen sie Sam und hindern sie daran, ein unbeschwertes Leben zu führen. Sam verheimlicht ihren täglichen Kampf. Nur Caroline sieht hinter Sams Fassade und lädt sie ein, sich einem geheimen Dichterklub anzuschließen. Hier erlebt Sam zum ersten Mal die befreiende Kraft von Worten und kommt sich endlich selbst wieder nahe. Als sie sich in den klugen, zurückhaltenden AJ verliebt und gerade beginnt, vorsichtig auf ihr neues Glück zu vertrauen, stellt eine unerwartete Entdeckung alles infrage.
Tamara Ireland Stone wuchs im Norden Kaliforniens auf. Sie hat weite Teile Südostasiens und Teile Europas bereist. Inzwischen hat sie entdeckt, wie schön es ist, beim Schreiben an diese Orte zurückzukehren. Tamara Ireland Stone ist Mitbesitzerin einer Marketingagentur in Silicon Valley und lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in der Bucht von San Francisco. „Zwischen uns die Zeit“ ist ihr erster Roman und wurde in 16 Sprachen übersetzt.

Bulle 2016 Preisentscheid Gruppenbild

Gewinnerin und Siegertitel hatten knapp bei den jugendlichen Juroren die Nase vorn. „Ihr habt euch am Ende mit eurem Votum durchgesetzt“, sagte Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt. Ulrike Mensching ergänzte: „Ein wirklich spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen“.
Ausgewählt hatten die 22 Jury-Mitglieder – bestehend aus elf jugendlichen und elf erwachsenen Juroren – aus einer Shortlist von fünf nominierten Titeln, neben dem Siegertitel noch: Isabel Abedi „Die längste Nacht“, Eric Lindstrom „Wie ich dich sehe“, Jason Reynolds und Brendan Kiely „Nichts ist okay!“ und Annabel Wahba „Tausend Meilen über das Meer“.
Aus rund 90 Titeln des Erscheinungsjahres 2016 hat die Jury des Jugendliteraturpreises fünf Bücher in die engere Auswahl genommen. „Die Vielfältigkeit, aber auch die Kraft dieser Bücher haben beeindruckt. Ein guter Spiegel für die Themen, die die Jugend bewegt“, sagte Buxtehudes Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt beim Preisentscheid.

Pressemitteilung der Stadtbibliothekt vom 01.09.2017

46. Preisentscheidung

Der Bulle geht an…?

Die Spannung steigt! Am kommenden Donnerstag, den 31. August um 19 Uhr wird der 46. Preisträger des ‎Jugendliteraturpreis Buxtehuder Bullen ermittelt. Freuen Sie sich auf einen unterhaltsamen Abend und erleben Sie die Entscheidung live mit im Stieglitzhaus! Der Eintritt ist frei. Eine Reservierung ist nicht möglich.

Bulle Handzettel Preisentscheid A6 2017 Vorderseite

Nominierungen Buxtehuder Bulle 2016

Buxtehude. Vertrauen und Verletzlichkeit: Fünf Jugendbücher sind für den „Buxtehuder Bullen“ nominiert. Aus rund 90 Titeln des Erscheinungsjahres 2016 hat die Jury des renommierten Buxtehuder Jugendliteraturpreises fünf Bücher in die engere Auswahl genommen. „In diesem Jahr haben wir eine sehr emotionale Runde. Sie spiegelt in ihrer Vielseitigkeit sehr anschaulich die Gefühlswaschmaschine der Jugendlichen“, sagt die Organisatorin des Preises und Leiterin der Stadtbibliothek Buxtehude Ulrike Mensching.
Nominiert sind: Isabel Abedi „Die längste Nacht“, Eric Lindstrom „Wie ich dich sehe“, Tamara Ireland Stone „Mit anderen Worten: ich“, Jason Reynolds und Brendan Kiely „Nichts ist okay!“ und Annabel Wahba „Tausend Meilen über das Meer“.

Buxtehuder Bulle 2016 Shortlist 2
Ulrike Mensching (Leiterin Stadtbibliothek Buxtehude), Susanne Gratza (Vorsitzende vom Förderkreis), Melanie Hainke (Stadtbibliothek), Swen-Olaf Iwersen und Renate Behncke (Sommerleseplatz der Stadtbibliothek, Rösterei am Fleth) (Fotonachweis: Hansestadt Buxtehude)

Welcher der fünf Titel am Ende das Rennen machen und als das beste Jugendbuch 2016 ausgezeichnet wird, stellt sich in den kommenden Wochen heraus: Die öffentliche Preisentscheidung findet am 31. August ab 19 Uhr im Stieglitzhaus statt.

Die Shortlist mit den Nominierungen verstehe sich auch als Empfehlung für die Sommerlektüre, sagt Ulrike Mensching: „Das sind alles emotional packende Geschichten.“ In der Stadtbibliothek sind 30 Bücher angeschafft worden – von jedem nominierten Titel gibt es als also sechs Exemplare.
Mit einem kleinen Flyer, der einem Koffer nachempfunden ist, und in dem frei nach dem Motto „Mit dem Bullen in den Urlaub“ die fünf Finaltitel kurz vorgestellt werden, machen Förderkreis und Stadtbibliothek Buxtehude auf den Jugendliteraturpreis aufmerksam: „Hier sind die für den Buxtehuder Bullen nominierten Bücher schon in den Urlaubskoffer gepackt“, sagt die Vorsitzende Susanne Gratza.

Pünktlich zu den Sommerferien schließt sich noch ein Aufruf zu einer Foto-Aktion auf Facebook und Instagram an: Die Leserinnen und Leser der nominierten Bücher sind eingeladen, an einem Wettbewerb teilzunehmen: Sie können ihr Urlaubsfoto von einem der Bücher der Shortlist zusammen mit der Kofferkarte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken oder das Urlaubsbild bei Instagram mit dem Hashtag #buxtehuderhulle2017 posten. Die besten Fotos werden prämiert.

 

Die Shortlist der Jugendbücher für den Buxtehuder Bullen 2016

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Isabel Abedi

„Die längste Nacht“

Arena Verlag, 408 S.

Es sind nur ein paar Sätze in einem noch unveröffentlichten Manuskript, das Vita im Arbeitszimmer ihres Vaters findet – aber etwas an ihnen verzaubert und verstört die Siebzehnjährige gleichzeitig. Wenig später bricht sie mit ihren Freunden zu einer Fahrt quer durch Europa auf und stößt in Italien durch Zufall auf den Schauplatz des Manuskripts: Viagello, ein malerisches kleines Dorf. Der Ort strahlt für Vita eine merkwürdige Anziehungskraft aus, die noch stärker wird, als ihr der Seiltänzer Luca buchstäblich vor die Füße fällt. Noch ahnt sie nicht, dass er sie auf eine Reise tief in ihre Erinnerungen führen wird, an deren Ende etwas steht, was einst in Viagello geschah – in jener längsten Nacht ...

 

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Eric Lindstrom

„Wie ich dich sehe“

Carlsen Verlag, 352 S. (Übersetzung: Katarina Ganslandt)

„Ich bin wie du mit geschlossenen Augen, nur cleverer!“ Das ist Parkers  Credo und sie hat ein strenges Regelwerk aufgestellt, wie sie behandelt
werden will. Seit der Trennung von ihrem Freund Scott und dem plötzlichen Tod ihres Vaters verlässt sie sich nur noch auf sich selbst. Für jeden Tag, an dem sie nicht heult, gibt sie sich einen Goldstern. Sie trainiert fürs Laufteam – okay, sie mag ja blind sein, aber ihre Beine funktionieren noch. Scott will ihrer Liebe noch eine Chance geben. Doch es fällt Parker schwer, ihren Panzer abzulegen und wieder Vertrauen zu haben.

 

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Tamara Ireland Stone

„Mit anderen Worten: ich“

magellan Verlag, 336 S. (Übersetzung: Sandra Knuffinke, Jessika Komina)

Worte sind nicht Samanthas Freunde. Im Gegenteil: In endlosen Gedankenschleifen verfolgen sie Sam und hindern sie daran, ein unbeschwertes Leben zu führen. Aus Angst, als verrückt abgestempelt zu werden, verheimlicht Sam ihren täglichen Kampf. Nur Caroline sieht hinter Sams Fassade und lädt sie ein, sich einem geheimen Dichterklub anzuschließen. Hier erlebt Sam zum ersten Mal die befreiende Kraft von Worten und kommt sich endlich selbst wieder nahe. Als sie sich in den klugen, zurückhaltenden AJ verliebt und gerade beginnt, vorsichtig auf ihr neues Glück zu vertrauen, stellt eine unerwartete Entdeckung alles infrage.

 

nichts ist ok web
Jason Reynolds, Brendan Kiely:

„Nichts ist okay!“

dtv Verlag, 320 S. (Übersetzung: Klaus Fritz, Anja Hansen-Schmidt)

Eigentlich wollte Rashad nur eine Tüte Chips kaufen. Doch kaum hat er den Laden betreten, wird er plötzlich vor die Tür gezerrt. Und ein Polizist stürzt sich auf ihn. Er schlägt auf ihn ein und wirft ihm Diebstahl vor. Erst im Krankenhaus kommt Rashad wieder zu sich. Rashad ist schwarzer
Hautfarbe, der Polizist ein Weißer. Beobachtet hat die Szene ein anderer
Jugendlicher: Quinn Collins, weiß, Freund der Familie des Polizisten und Mitschüler von Rashad. Quinn ist schockiert Beide Jugendlichen erzählen ihre Geschichte: von den Vorwürfen gegenüber Rashad, er habe den Vorfall provoziert, und von dem subtilen Druck, der auf Quinn ausgeübt wird, sich nicht als Zeuge zu melden. Zur selben Zeit gerät eine Stadt in Ausnahmezustand.

 
 

tausend meilen web
Annabel Wahba

„Tausend Meilen über das Meer“

cbj Verlag, 248 S.

Karim ist die Flucht aus seiner umkämpften Heimatstadt Homs gelungen. Mit seiner Familie schafft er es nach Ägypten und versucht von dort, mit seinem Onkel übers Mittelmeer nach Italien zu gelangen. Dabei verliert er den Onkel, verfehlt das Schlepperboot und landet im Gefängnis. Beim nächsten Fluchtversuch mit dem Boot kommt er im Sturm fast um. Es grenzt an ein Wunder, dass er Monate später in Konstanz zur Schule gehen darf. Karim fällt es schwer Freunde zu finden, beginnt dennoch Fuß zu fassen. Doch da bezichtigt ihn eine Mitschülerin des Mobbings.

 

Pressemitteilung der Stadtbibliothekt vom 20.06.2017

„Die Rote Königin“ von Victoria Aveyard mit dem Buxtehuder Bullen 2015 ausgezeichnet

„Die Rote Königin“ von Victoria Aveyard mit dem Buxtehuder Bullen 2015 ausgezeichnet – Feier in Stadtbibliothek sehr gut besucht

Bulle 2015 Aveyard - Gruppe 2 
Bulle 2015 Victoria Aveyard – Gruppenbild

Buxtehude. Feierliche Atmosphäre, strahlende Gesichter und ein hoheitlich-rebellischer Gast: In der Stadtbibliothek Buxtehude wurde am gestrigen Mittwochabend, 14. Juni, der Siegertitel 2015 des renommierten Jugendliteraturpreises Buxtehuder Bulle gefeiert: Victoria Aveyards Roman „Die rote Königin“.
 
Eine Jury, bestehend aus elf Jugendlichen und elf Erwachsenen, stimmt alljährlich über den mit 5.000 Euro dotierten Jugendliteraturpreis ab. In diesem Jahr hat sich der Nachwuchs durchgesetzt: „Die Mehrheit der abgegebenen Stimmen für ,Die rote Königin‘ stammte von den Jugendlichen“, sagte die Leiterin der Stadtbibliothek Ulrike Mensching.
 
Dass der Nachwuchs so einen starken Einfluss auf diesen Literaturpreis habe, mache den „Buxtehuder Bullen“ auch zu etwas Besonderem auf dem Buchmarkt, sagte Katrin Hogrebe, Pressesprecherin des Carlsen Verlags, der die deutsche Ausgabe des Siegertitels verlegt. Und weiter: „Der Bulle trägt etwas in sich.“ Er trage dazu bei, dass die Bücher präsent blieben. Noch heute sind knapp 80 Prozent der mit dem Bullen verliehenen Titel im Handel erhältlich.
 
„Victoria Aveyard ist sympathisch, offen, interessiert und gleichzeitig professionell“, sagte die Lektorin des Carlsen Verlages, Brigitte Kälble. „Es macht eine große Freude, mit der jungen Amerikanerin zu arbeiten.“ In kleiner Runde gewährten sie und Katrin Hogrebe Einblick in die Arbeit eines Verlages und auch in die Zusammenarbeit mit Autoren.

Bulle 2015 Aveyard - Diskussion 2
Bulle 2015 Victoria Aveyard – Diskussion (v.l. Brigitte Kälble, Ulrike Mensching, Katrin Hogrebe)

Ehrengast Heidi Hassenmüller, Bullen-Preisträgerin von 1989, unterstrich die Bedeutung des Preises für ihr Autoren-Dasein: „Mit der Auszeichnung öffnete sich für mich das Tor zur Literatur.“ Hassenmüller, die erstmals seit ihrer Auszeichnung wieder in Buxtehude war, hatte den Bullen für ihren sozialkritischen Roman „Gute Nacht, Zuckerpüppchen“, der sich mit Missbrauch auseinandersetzt, erhalten.
 
Jurorin Emma Görlich zeigte in ihrer Laudatio, dass sie sich von „Die rote Königin“ fesseln ließ: Das Buche entführe die Leser in eine fantastische Welt. Sie habe die Ambivalenz fasziniert, die es eben nicht leicht macht, die Figuren in Gut und Böse zu unterteilen. Mare, die Rote Königin, riskiere ihr Leben und behalte dabei immer einen klaren Kopf.
 
Die 23 Jahre alte Buxtehuder Schauspielerin Celia Hoffmann war in die Rolle der Roten Königin geschlüpft. Mit den Worten „Wir erheben uns, rot wie die Morgendämmerung“ eröffnete sie ihr Spiel und ließ die Besucher die Kraft und die Leidenschaft der Figur spüren. Mit ihrer kurzen, aber intensiven Lesung einer Schlüsselszene des Romans zog sie die Gäste in ihren Bann.

Bulle 2015 Aveyard - Celia Hoffmann
Bulle 2015 Victoria Aveyard – Celia Hoffmann als die Rote Königin
 
Der im Buxtehuder Rathaus für Kultur, Tourismus und Stadtmarketing zuständige Fachgruppenleiter Torsten Lange gab zu, dass er ein bisschen traurig gewesen sei, weil die Autorin nicht persönlich vorbei kommen konnte. Lange ergänzte aber: Er sei sicher, dass Aveyard den Preis noch persönlich in Buxtehude abholen werde.
 
In einer Videobotschaft bedankte sich Victoria Aveyard für die Auszeichnung und entschuldigte sich für ihr Fernbleiben. Sie arbeitet derzeit am aktuell vierten Band der Tetralogie „Die Farben des Blutes“. Ulrike Mensching: „Wenn wir uns vor Augen halten, dass sich unser Literaturpreis zum Ziel gesetzt hat, Jugendliche zum Lesen zu motivieren und zur Verbreitung guter Jugendliteratur beizutragen, müssen wir zufrieden sein. Denn Victoria Aveyard ist ganz nah an ihrer Zielgruppe und sorgt dafür, dass die Lesemotivation bestehen bleibt.“
 
Wie hoch die Lesemotivation war, bekam Zenita Ahrens von der Buchhandlung Schwarz auf Weiß zu spüren. Sie hatte für die Feierstunde das Vorverkaufsrecht des dritten Bandes „Goldener Käfig“ erhalten. Viele nutzten die Chance, zwei Wochen vor dem offiziellen Verkaufsstart, den dritten Band mit den jüngsten Abenteuern der roten Königin zu erwerben.
 
Für den musikalischen Rahmen sorgte das Hamburger Folk-Duo Roods & Reeds. Dagmar Lauschke und Leonard Poppe spielten englische Folksongs.
 
Bereits am Nachmittag war in Buxtehudes Innenstadt die Messingplatte vor der Buchhandlung Schwarz auf Weiß im Beisein der Vertreterinnen des Carlsen Verlags und des Ehrengastes Heidi Hassenmüller offiziell enthüllt worden.  

Bulle 2015 Victoria Aveyard - Enthüllung Plakette neu
Bulle 2015 Victoria Aveyard - Enthüllung Plakette: (v.l. Brigitte Kälble (Lektorin Carlsen Verlag), Torsten Lange (Fachgruppenleiter Kultur, Tourismus und Stadtmarketing) und Schauspielerin Celia Hoffmann)

Pressemitteilung der Stadtbibliothekt vom 15.06.2017

Wir feiern den Siegertitel Buxtehuder Bulle 2015 und laden dazu herzlich ein

Mittwoch, 14. Juni 2017 um 19 Uhr in der
Stadtbibliothek Buxtehude, Fischerstr. 2, 21614 Buxtehude.

Freuen Sie sich auf interessante Gäste und ein unterhaltsames Rahmenprogramm mit der Schauspielerin Celia Hoffmann und Lektorinnen des Carlsen Verlags – Victoria Aveyard kann leider nicht persönlich an der Veranstaltung teilnehmen.

Bulleneinladung 201615 Titel

US-Schriftstellerin Victoria Aveyard kann „Buxtehuder Bullen“ nicht persönlich in Empfang nehmen – Alternativ-Veranstaltung geplant

US-Schriftstellerin Victoria Aveyard kann „Buxtehuder Bullen“ nicht persönlich in Empfang nehmen – Alternativ-Veranstaltung geplant

Buxtehude. Als die amerikanische Schriftstellerin Victoria Aveyard im September 2016 mit überzeugender Mehrheit insbesondere bei den jugendlichen Juroren mit ihren Phantasieroman „Die Farben des Blutes: Die rote Königin“ unter 90 nominierten Buchtiteln zur Siegerin des renommierten Buxtehuder Jugendbuchpreises „Buxtehuder Bulle“ gewählt wurde, war die Freude bei allen Beteiligten besonders groß. Umso größer ist jetzt die Enttäuschung bei den Buxtehuder Organisatoren, zahlreichen Leserinnen und Lesern sowie Fans der Schriftstellerin über die Mitteilung, dass die 26-jährige Autorin ihren Preis nicht persönlich in Buxtehude in Empfang nehmen wird. Victoria Aveyard arbeite derzeit bereits an ihrem vierten Roman und müsse daher aus Zeitgründen die Preisverleihung in Buxtehude absagen, so die Erklärung ihrer New Yorker Agentur.

Die Absage von Victoria Aveyard, die in Los Angeles lebt, wird bei so manchem hiesigen Literatur- und Bullenfreund sicherlich Anlass zu der Überlegung nach einer grundsätzlichen Änderung des Jugendbuchpreises mit Beteiligung von Autoren ausschließlich aus Europa oder sogar lediglich aus Deutschland geben. Ein ausführlicher Vergleich mit anderen Literaturpreisen und eine Auswertung weltweiter Erwähnung in Presse, Funk und Fernsehen zeigt allerdings die enorme Bedeutung des „Buxtehuder Bullen" als einen der renommiertesten und traditionsreichsten Jugendbuchpreise auch auf internationaler Ebene. Seit 45 Jahren bildet der Preis erfolgreich die Schnittstelle zwischen literarischer Qualität, Lektürevorlieben Jugendlicher sowie Themen, die Jugendliche und Literaturexperten gleichermaßen bewegen und ist bis heute nahezu einzigartig. „Um die enorme Bedeutung des „Buxtehuder Bullen" zu erhalten, werden wir den Preis weiterhin weltweit vergeben, und in unseren heutigen globalen Zeiten möchten wir auch künftig Autoren-Newcomern aus allen Kontinenten eine Chance bieten, egal ob der Preisträger nach Buxtehude kommt oder nicht“, teilte Ulrike Mensching, Leiterin der Stadtbibliothek, die aktuelle Entscheidung der Verantwortlichen der Stadt Buxtehude mit.

Zusammen mit dem deutschen Carlsen Verlag der Preisträgerin Victoria Aveyard werde jetzt eine Alternativ-Veranstaltung für die Preisverleihung konzipiert, so Mensching. Auch das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro werde die Autorin erhalten. Die Stahlplastik in Form des Bullen, die ebenfalls alle Preisträger des Jugendbuchpreises bekommen, bleibt bis zur Abholung durch die Preisträgerin in Buxtehude. Unter den bislang 45 Preisträgern waren bereits einige amerikanische Autoren – fast alle von ihnen haben den „Buxtehuder Bullen“ auch persönlich in Empfang genommen.

buxbulle victoria aveyard

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News

Tamara Ireland Stone mit „Buxtehuder Bulle“ ausgezeichnet

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Verleihung am 10. November

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46. Preisverleihung

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Öffentliche Lesung

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Der Buxtehuder Bulle 2016 geht an Tamara Ireland Stone „Mit anderen Worten: ich

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46. Preisentscheidung

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Nominierungen Buxtehuder Bulle 2016

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