Zwischen den Feuern

Gail Graham

Es herrscht Krieg in Vietnam. Vier vietnamesische Kinder erleben, wie ihr Heimatdorf zerstört wird. Keiner der Einwohner überlebt den Angriff. Auf der Suche nach einer neuen Bleibe treffen sie auf einen amerikanischen Soldaten, der bei einer Patrouille von seinen Kameraden getrennt worden ist und sich nun allein durch den Dschungel schlägt. Gibt es unter diesen Voraussetzungen eine Möglichkeit, sich zu verständigen? Am Ende des Buches steht kein märchenhaftes Happy-End: Soldat und Kinder kommen – zwischen den Feuern – um.

Die Autorin

Gail Graham (geb.1941) ist Amerikanerin, die mit ihrem Ehemann und ihren zwei Kindern nach Australien auswanderte. Vietnam bereiste sie zweimal als unabhängige Journalistin. Von Truppen des Vietcong wurde sie gefangen genommen, konnte jedoch wenige Tage später entkommen. Vieles von dem, was ihr preisgekröntes Buch schildert, kann Gail Graham mit eigener Erfahrung belegen.

Gail Graham, gebürtige Amerikanerin und Wahl-Australierin, war Mitte 30, als die Bullen-Jury sie im Jahre 1974 für das Buch „Zwischen den Feuern" auf den ersten Platz setzte.


„Zwischen den Feuern ist nicht nur ein Jugendbuch. Sein Thema ist der Krieg. Die Autorin schildert ohne Beschönigung Menschen, die entdecken, daß sie der Mechanik des Krieges nicht entrinnen können. Sie werden zu Feinden, ohne es zu wollen ..."
Das TAGEBLATT

In ihrem preisgekrönten Buch berichtet die freie Journalistin und Kinderbuchautorin über die Gräuel des Vietnamkrieges, den sie durch ihre journalistische Arbeit hautnah miterlebte. „Zwischen den Feuern" erzählt die Geschichte eines amerikanischen Soldaten, der im Dschungel Vietnams von seinem Kameraden getrennt wird. Auf sich allein gestellt, begegnet er einer Gruppe von Kindern, die als einzige Überlebende ihres Heimatdorfes einem Angriff amerikanischer Bombenflugzeuge entkamen. Der Soldat und die Kinder sind aufeinander angewiesen, wenn sie überleben wollen, aber zwischen ihnen steht das Feindbild, das die Propaganda der kriegsführenden Parteien den Menschen eingeimpft hat. Das Buch hat kein Happy-End: Der Soldat und die Kinder werden von der US-Kriegsmaschinerie getötet.

„Zwischen den Feuern" sei ein Buch von atemberaubender Konsequenz, engagiert, ernst und kritisch, hieß es damals bei der Preisvergabe an die Australierin, und: Daß „Zwischen den Feuern" den ersten Platz gemacht hat, beweise den feinen Sinn der jugendlichen Jurymitglieder der für Realität und Problembeschreibung: „Kinder und Jugendliche lassen sich nicht vom süßen Schaumgebäck unter den Büchern anziehen."

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