Victoria Aveyard bekommt Literaturpreis Buxtehuder Bulle überreicht

Buxtehude. Victoria Aveyard hat am Dienstagabend, 16. Oktober, den Jugendliteraturpreis Buxtehuder Bullen überreicht bekommen. Die US-amerikanische Autorin war im vorvergangenen Jahr für den 2015 erschienenen Fantasy-Roman „Die Rote Königin“, Band 1 der Reihe „Die Farben des Blutes“ (Carlsen Verlag), von der 22-köpfigen Jury ausgezeichnet worden. Weil die Autorin am vierten Band ihrer Reihe schrieb, konnte sie damals den mit 5.000 Euro dotierten Preis nicht persönlich entgegen nehmen. Das hat sie nun nachgeholt. 

Buxtehudes Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt überreichte die Bullen-Stahlplastik an die strahlende Schriftstellerin. „Weil viele Jugendliche mitentscheiden dürfen, hat dieser Preis eine besondere Bedeutung für mich“, sagte die 28-Jährige. Nachdem sie erfahren hatte, dass sie den Buxtehuder Bullen gewonnen habe, habe sie sich die bisherigen Preisträger angeschaut: „Da waren viele Autoren dabei, zu denen ich als Jugendlicher aufgeschaut habe. Jetzt bin ich einer von ihnen. Wow!“

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Zu Beginn der offiziellen Verleihung hatte die Buxtehuder Schauspielerin Celia Hoffmann einen Monolog der Protagonistin Mare Barrow vorgetragen. Sie spielte eindrucksvoll den Konflikt heraus, in der die 17-jährige Hauptfigur steckt. Obwohl Mare mit ihrem roten Blut zur Unterschicht gehört, besitzt sie die magischen Kräfte der Oberschicht: Die Jugendliche will sich aus der Unterdrückung befreien. Hoffmann: „Funken können ein Feuer entfachen!“ Und genau das gelang der Schauspielerin. Celia Hoffmann führte eindrucksvoll in die emotionale Wucht des Erstlingswerkes ein. 

Aveyard war in Verlagsbegleitung gekommen: Katrin Hogrebe und Brigitte Kälble vom Carlsen Verlag sowie die Übersetzerin des Buches Birgit Schmitz waren nach Buxtehude gereist. Durch den Abend leitete der Fachgruppenleiter Kultur, Tourismus, Marketing Torsten Lange, musikalisch begleitet wurde die Feierstunde vom Duo JazzPuls – Ralf Böcker (Saxofon) und Philipp Starske (Gitarre). Lisa Garrn übersetzte die überwiegend in deutscher Sprache gehaltene Zeremonie ins Englische.

Bereits am Nachmittag hatte Victoria Aveyard die in der Altstadt in den Boden eingelassene BULLEvard-Platte bestaunt. Besonders erfreut sei sie gewesen, weil die Plakette direkt vor einer Buchhandlung (Schwarz auf Weiß) platziert worden ist: „Eines Tages werde ich überprüfen, ob die Platte immer noch hier liegt. Ich werde hierher zurückkommen, wenn keiner damit rechnet.“

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