Junge Filmemacher werben für den Bullen

Kurzfilm "Bis(s) zur letzten Seite“ feierte im City-Kino Buxtehude Premiere

Buxtehude. Ein kleines Fenster. Regen prasselt gegen die Scheibe. Es blitzt, donnert, Schreie sind zu hören. Ans Bett gebunden windet sich ein Mädchen. Ein Priester diagnostiziert: „Es ist eindeutig: Sie wurde von einem Bücher lesenden Wesen gebissen.“… So beginnt der Film „Bis(s) zur letzten Seite“. Dieser siebeneinhalb Minuten lange Kurzfilm – gemacht von jungen Buxtehudern und Jorkern – erzählt die düstere Geschichte einer Zukunft, in der Lesen unter Strafe steht. Er erzählt kurzweilig von dem Versuch der Vampir-Wesen Kasimir und Eduard, das Lesefieber wieder zu entfachen. Dabei helfen soll ihnen der Buxtehuder Bulle.

buxtehuder bulle pressemitteilung kurzfilm 03 2018

Am Dienstag, 13. März, hat der Kurzfilm im Buxtehuder City-Kino Premiere gefeiert. Beauftragt vom Förderkreis der Stadtbibliothek Buxtehude, produziert von TackerProductions, einer jungen Produktionsfirma aus Jork/Buxtehude. „Unser Ziel ist es, mehr Jugendliche für eine Bewerbung für die Bullenjury zu gewinnen“, sagt die Vorsitzende des Fördervereins Susanne Gratza: „Doch wie erreichen wir die Zielgruppe? Wir stellten uns die Frage nach der geeigneten Ansprache und dem richtigen Medium.“

Ein Kurzfilm und Youtube waren die Antworten, die die Firma um die (ehemaligen) Halepaghen-Schüler Fynn Benkert, Paul Roloff und Moritz Fürste gegeben hat. Ab sofort gibt es den Film auch auf Youtube zu sehen. Ein 50-sekündiger Teaser wird bald vor allem vor Jugendfilmen im Buxtehuder City-Kino zu sehen sein. Am Ende des Teasers und des Kurzfilmes ist der Zuschauer aufgerufen, Kasimir und Eduard zu helfen, das Lesefieber wieder zu entfachen: Als Mitglied der Jury zum Jugendliteraturpreis „Buxtehuder Bulle“

Mit der Unterstützung der „Stiftung der Sparkasse Harburg – Buxtehude zur Förderung der Jugend der Stadt Buxtehude“ ist der Film im vergangenen Jahr realisiert worden. Von Januar bis April dauerte die Produktionsvorbereitung, im August wurde gedreht, es folgte die Post-Produktion.

„Uns hat es gereizt, eine Mischung aus Werbefilm und cineastischem Erlebnis zu schaffen“, sagt Drehbuch-Ko-Autor, Schauspieler und Cutter Moritz Fürste. Und das ist gelungen. Der Film steckt voller Humor – der böser Herrscher als Gegenspieler (Antagonist) zu den Lesefans heißt „Anton Gonist“ – und literarischer Anspielungen: Der Titel ist eine Anlehnung an den Bullen-prämierten Buchtitel „Bis(s) zum Morgengrauen“ von Stephenie Meyer (2006), der speichelleckende „Wurm“ ist entlehnt aus Friedrich Schillers „Kabale und Liebe“.

Wer Jury-Mitglied werden möchte: Bewerbungen nimmt die Stadtbibliothek als Ausrichter des Buxtehuder Bullen schriftlich und persönlich (unter Stadtbibliothek Buxtehude, Fischerstraße 2, 21614 Buxtehude), per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder online unter www.stadtbibliothek.buxtehude.de entgegen. Die Jury wird im Herbst zusammengelost. Gelesen wird von Herbst bis Sommer, manchmal Spätsommer.

TackerProduktions

Autor, Regisseur, Technischer Direktor: Finn Benkert
Kameramann: Paul Roloff
Schnitt, Schauspiel: Moritz Fürste
Schauspiel, Ton, Make-up: Helen Schulz
Szenenbild: Linn Schuback und Greta Lüdemann
Mann für den guten Ton: Kjell Junge

Schauspieler

Erzählopa: Philip Lawaczek
ein Enkelkind: Lotta Schuback
Abigail, das schreiende Mädchen: Nikola Franczuk
Pastor Paris: Heinz Wischnewski
John Proctor: Janis Götze
Anton Gonist: Tim Luca Eckhardt
Kasimir: Moritz Fürste
Zach van Erberg: Moritz Wohlgemuth
Eduard (Vampir): Hannes Koch
Wurm: Henry Piepenbrink

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