Den Buxtehuder Bullen gibt es jetzt als Kartenspiel

Stadtbibliothek Buxtehude bringt zu Weihnachten das "Bullen-Quartett" auf den Markt – Verkauf in Stadtbibliothek und Servicecenter

Buxtehude. Mehrere Monate spukte die Idee in den Köpfen der Vorstandsmitglieder des Fördervereins der Stadtbibliothek Buxtehude herum: Wie könnte man die 45. Verleihung des Jugendliteraturpreises Buxtehuder Bulle gebührend würdigen? Schließlich die Idee: Ein Quartett sollte es sein, sagt die Vorsitzende des Fördervereins, Susanne Gratza.

Viele Stunden des Nachdenkens, des Recherchierens und des Erinnerns später hat das Kartenspiel seine jetzige Form angenommen. Pro Bulle-Jahr eine Karte – mittlerweile 46 Stück. Auf ihnen abgebildet sind jeweils der prämierte Buchtitel, die Gesamtpunktzahl der Jurybewertung, die Seitenzahl des Buches, das Alter des Preisträgers im Bullen-Jahr und die Entfernung des Wohnorts des Autors von Buxtehude.

Die Arbeit habe viel Spaß gemacht, sagt Vorstandsmitglied Melanie Hainke: „Ich habe bei der Recherche so viel Neues erfahren.“ Denn auf jeder Karte ist auch eine Anekdote zum jeweiligen Preisträger oder der Ehrung verewigt. So erfahren die Spieler etwa, dass der erste Preisträger Alexander S. Niell (England) aus gesundheitlichen Gründen nicht nach Buxtehude kommen konnte, die „Stena Line“ spendierte kurzerhand der Delegation zur Überreichung des Preises die Überfahrt – und hätte sogar einen echten Bullen transportiert.

Das Kartenspiel kann in der modernen oder der klassischen Variante als Quartett gespielt werden. „Es muss ja nicht immer nur ein Autoquartett sein“, unterstreicht Fördervereinsvorsitzende Susanne Gratza. Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt bekam als Erste ein Exemplar: „So eine tolle Idee unterstütze ich gerne“, sagte sie. Denn das Quartett gibt es ab sofort in der Stadtbibliothek Buxtehude, Fischerstraße 2, und im Servicecenter, Breite Straße 2, zu kaufen. Das Quartett kostet zehn Euro. Der Erlös wird in neue Projekte rund um den Buxtehuder Bullen investiert.

Übrigens: Das Vorbild für den Buxtehuder Bullen, „Ferdinand“ aus Munro Leafs gleichnamigem Bilderbuch (erschienen 1936), ist unter dem Titel „Ferdinand – Geht stierisch ab!“ neu verfilmt worden. Die Geschichte um den friedfertigen und glücklichen Bullen Ferdinand läuft derzeit im Buxtehuder Citykino.

Tipp: Wer noch auf den letzten Drücker ein schönes Mitbringsel mit Spaßgarantie zu Weihnachten sucht: Die Stadtbibliothek und das städtische Servicecenter haben auch noch am Sonnabend, 23. Dezember, geöffnet. In der Stadtbibliothek in der Fischerstraße gibt es das Bullen-Quartett von 10 bis 13 Uhr und Servicecenter im Historischen Rathaus von 10 bis 15 Uhr zu kaufen.

Buxtehuder Tageblatt vom 21.12.2017

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