Der Buxtehuder Bulle geht wieder in die USA

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Unter 539 Einsendungen sahen die Juroren des Buxtehuder Jugendbuchpreises den 35-jährigen John Green vorn. Sie zeichneten den 35-jährigen Autoren für seinen Bestsellerroman aus.

Von Kerstin Lorenz

Buxtehude. Nach dem Lesemarathon für die Juroren, die sagenhafte 539 Bücher gelesen hatten, geht der renommierte Jugendbuchpreis"Buxtehuder Bulle" wie schon im Vorjahr wieder nach Amerika. Die Jury zeichnete den 35-jährigen Autor John Green für seinen Roman "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" aus, der seit Monaten auch auf den Bestsellerlisten für Erwachsenenliteratur steht. Tatsächlich waren die erwachsenen Juroren letztlich das Zünglein an der Waage, denn die Jugendlichen hatten mit hauchdünnem Vorsprung von zwei Stimmen den Roman "Legend - Fallender Himmel" von Marie Lu als Favoriten gesehen. Nach Auszählung der Bewertungspunkte, die in diesem Jahr jeweils nur zehn erwachsene und jugendliche Juroren (sonst sind es elf) vergeben hatten, lag John Green mit 98 Punktenunangefochten vor der zweitplatzierten Ursula Poznanski, die für "Die Verratenen" 67 Punkte erhielt. 64 Punkte und Platz drei gab es am Ende für den Favoriten der Jugendjury Marie Lu. Platz vier belegte Craig Silvey mit "Wer hat Angst vor Jasper Jones" mit 58 Punkten, gefolgt von Neal Shusterman mit 56 Punkten für "Vollendet" und Jan Terlouw mit 37 Punkten für "Kriegswinter". Das Abendblatt traf nach der Preisvergabe drei Mitglieder der Jugendjury, die zu sehr unterschiedlichen Bewertungsergebnissen gekommen waren. Jeder von ihnen hatte im vergangenen Halbjahr rund 35 Bücher gelesen, um zu einem Urteil zu kommen.

Voll auf der Mehrheitsbewertung lag Janneke Campen, die John Greens Roman als ihren Favoriten am Ende bestätigt sah. "John Green hat das schwierige Thema Krebserkrankung mit so viel Liebe und Warmherzigkeit realitätsnah angepackt, dass es mich schon sehr berührt hat", sagt die 15-jährige Buxtehuderin." Das Besondere an dem Buch ist für mich, dass es mit so viel Humor und nicht wie ein typischer Roman geschrieben ist, der das Thema Krankheit und Leiden schildert. Trotz tödlicher Krankheit ist Lebensmut der Tenor, der mich sprachlich sehr angesprochen hat." Und die Schülerin findet auch, dass dieser Preisträger in einem guten Kontrast zur Vorjahressiegerin steht. Für Leif Henrik Münch war "Vollendet" von Neal Shusterman der absolute Favorit. "Ich fand diese Story, in der es um Organhandel geht, unglaublich interessant und fesselnd. Literarisch und sprachlich zwar auf die Spitze getrieben, aber in der Aussage doch sehr nah an der Realität. Das ist ein Roman, den ich gar nicht weglegen wollte, weil der Spannungsbogen dramaturgisch klug gehalten wurde", sagt der 15-Jährige, der sich wie sein Jury-Kollege Nils Bünger auch 2014 wieder als Juror für den Buxtehuder Bullen bewerben will. Der 17-jährige Nils Bünger hat Ursula Poznanski für "Die Verratenen" die meisten Punkte gegeben. "Ich fand dass dieser Phantasieroman, der beschreibt, wie schnell sich das Blatt in einem sorglosen Leben wandeln kann, sehr nah an der Realität des Lebens angelegt ist. Alles passte, die Sprache der Autorin, die negativ geprägte Geschichte mit all ihren Denkanstößen, da ist bei mir der Funke übergesprungen", sagt der Gymnasiast. "Mich hat fasziniert, wie Heldin Ria ums Überleben kämpft. Ich habe das Buch ohne große Pausen gelesen." Die drei Juroren haben dem Lesen einen festen Platz in ihrem Tagesablauf eingeräumt. Nach der Schule, dem Sport ist es einfach ein Bedürfnis für mich, zu lesen,", sagt Leif Henrik. Damit hat die einst mit dem renommierten deutschen Jugendbuch-Literaturpreis verbundene Botschaft des"Bullen-Vaters" und Buchhändlers Winfried Ziemann ihre große Wirkung bestätigt. "Ziel des Buxtehuder Bullen ist es, Jugendliche zu aktivem und intensivem Lesen zu bewegen und gleichzeitig zu einer Förderung und Verbreitung guter Jugendbücher beizutragen", hatte Ziemann 1971 gesagt,als der den Bullen aus der Taufe hob. Seither wird alljährlich in Buxtehude das beste in deutscher Sprache veröffentlichte, erzählende Jugendbuch prämiert. Die Stadt Buxtehude übernahm 1981 die Trägerschaft. Ob sich John Green über den mit 5000 Euro dotierten Preis und die Bullen-Stahlplastik des Bildhauers Reinhard Güthling freut, ist noch nicht bekannt. "Wir haben ihn noch nicht erreicht", sagte Buxtehudes Stadtsprecherin Kerstin Geresser. Green, der gerade Vater einer Tochter geworden ist, befindet sich in Elternzeit, die er keinesfalls unterbrechen möchte. Per im Vorfeld produzierter Video-Botschaft, war er jedoch in der Stadtbibliothek präsent, nachdem die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Lemm die Sieger verkündet hatte.

http://www.abendblatt.de/hamburg/harburg/article117114607/Der-Buxtehuder-Bulle-geht-wieder-in-die-USA.html

Eine wunderschöne Preisverleihung

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Die amerikanische Autorin Lauren Oliver wird auf der Halepaghen-Bühne gefeiert - Tolles Rahmenprogramm mit Musik und Spiel


"Zauberhaft oder besser noch, märchenhaft", sagte Jürgen Badur zum Schluss. Seine herzlichen Worte richtete der Bürgermeister an die drei jungen Virtuosen vom "Acoustik Trio" für ihr hinreißendes Medley aus Liebesliedern und an die vier Lesescout-Mädchen vom Schulzentrum Süd für ihr aufrüttelndes szenisches Spiel. Dem "zauberhaft und märchenhaft" konnten sich die 450 Besucher und Besucherinnen problemlos anschließen, die am Freitag auf der Halepaghen-Bühne eine wunderschöne Preisverleihung erlebten.
Sie sei unendlich dankbar, hier zu sein in dieser schönen Stadt, "in der ich so vielen warmherzigen und tollen Menschen begegnet bin", sagte eine sympathische Lauren Oliver, die in Halepaghen die schwergewichtige 41. Bullen-Plastik und die 5000 Euro Preisgeld in Empfang nahm. Mit der Auszeichnung hatte die Jury dem utopischen Roman der amerikanischen Autorin ihre Reverenz erwiesen.
In "Delirium" nimmt Lauren Oliver die Leser und Leserinnen mit in Lenas Welt, in einen Überwachungsstaat, in dem die Liebe per Gesetz verboten und "Amor deliria nervosa" als tödliche Krankheit diagnostiziert worden ist. Doch nicht alle Menschen fügen sich dem rigiden Regime und durchbrechen die Mauern. "Wer dieses überaus packende Buch liest, gewinnt den Glauben an die Liebe zurück", betonte der Journalist Dr. Jan Philipp Burgard in seiner pointierten Laudatio, und Bürgermeister Jürgen Badur sprach von einem Roman, der Ethik und Grundwerte beschwört und der "nachdenklich macht, der aufweckt und zugleich tröstet."
Als ihn wegen der Laudatio die Anfrage von Stadtbibliothekschefin Ulrike Mensching erreichte, weilte Dr. Jan Philipp Burgard gerade in den Staaten, um für die ARD über die Präsidentschaftswahl zu berichten. Er erlebte, wie Barack Obama das Buch seinen zwei Töchtern schenkte. Das fand der Journalist bemerkenswert in einem Land, in dem Ausgrenzung und die tiefe Spaltung der Gesellschaft den amerikanischen Traum empfindlich stört, dessen Präsident allerdings vehement dafür plädiert, dass niemand Angst haben sollte, auf der Straße mit demjenigen Händchen zu halten, den er liebt. "20 000 Fans folgen Lauren Oliver bei Twitter", sagte der Laudator. Die Gemeinde der Blogger ist riesig. "Bücher bringen Menschen zusammen", sagte Lauren Oliver auch in Anknüpfung an die öffentliche Lesung am Donnerstagabend in der Stadtbibliothek. "Ich fühle mich hier wie zu Hause und wünsche mir von ganzem Herzen, dass alle, die heute hier sind, jeden Tag kräftig auf meine Platte treten. Ich werde es ganz bestimmt spüren", sagte die 30-jährige Autorin. Am späten Mittwochnachmittag war Lauren Olivers ganz persönliche Messingplatte auf dem Buxtehuder BULLEvard vor "Stackmann Buch und Papier" enthüllt worden.
Noch einmal griffen an diesem Abend Tim Guckelsberger, Adrian Morgenthal und Lennart Pelz zu Cajon, Gitarre und Violine. Noch einmal entzückten die Drei das begeisterte Publikum mit Liedern voller Wohlklang. (hag)

Buxtehuder Tageblatt, 08.12.2012

Liebesvirus hat Buxtehude infiziert

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Lauren Oliver nimmt Buxtehuder Bulle am 7. Dezember persönlich entgegen

Die US-amerikanische Autorin Lauren Oliver und diesjährige Preisträgerin des Buxtehuder Bullen hat mit ihrem Roman „Delirium“, 2011 bei Carlsen erschienen, den Nerv der Zeit getroffen. Am Freitag, 7. Dezember, 19.30 Uhr, wird sie auf der Halepaghen-Bühne in Buxtehude, Konopkastraße 5, den mit 5.000 Euro dotierten Jugendbuchpreis, für den Hellmuth Karasek in diesem Jahr die Schirmherrschaft übernommen hat, persönlich entgegennehmen. Die Laudatio hält der Journalist und Buchautor Dr. Jan Philipp Burgard.

Auch der 27-Jährige Laudator Dr. Jan Philipp Burgard war mit seinem Koautor Justus Bender ebenfalls der Liebe auf der Spur, allerdings in Deutschland, wo er Personen der Zeitgeschichte mit der Frage „Glauben Sie noch an die Liebe?“ konfrontierte.

Am Abend der Preisverleihung wollen die drei Jungstars aus Buxtehude, Tim Guckelsberger (Cajon), Adrian Morgenthal (Gitarre) und Lennart Pelz (Violine) deshalb das Publikum mit einem „Lovesong-Medley“ verzaubern. Sie gestalten den musikalischen Rahmen der Preisverleihung und haben Popsongs und klassische Stücke im Gepäck. Erst kürzlich neu gegründet und vom Niedersächsischen Kultusministerium sowie der Stiftung Lesen unterstützt, beteiligen sich auch die Buxtehuder Lesescouts am Programm: Sie bringen einen „Bookslam“ auf die Bühne und interpretieren den Roman auf ihre Weise.
 
Bevor die Preisverleihung stattfindet, hat Lauren Oliver noch einige Termine in Hamburg und Buxtehude. Zum Auftakt ihrer Reise gehört am Mittwoch, 5. Dezember, gegen Mittag eine Blog-Fan-Aktion bei ihrem deutschen Verlag Carlsen in Hamburg. Auf der Fanseite www.bittersweet.de können Fans mit der Autorin in Kontakt treten. Nachmittags geht es dann weiter nach Buxtehude. Dort wird die Autorin zunächst bei Bürgermeister Jürgen Badur im Stadthaus empfangen. Gegen 17 Uhr findet dann in der Innenstadt die Enthüllung der Messingplatte auf dem BULLEvard, dem „Walk of Fame“ der Bullenpreisträgerinnen und
-preisträger, statt.


Lesungen in Schulen und in der Stadtbibliothek
Neben der Abendveranstaltung liest Lauren Oliver am 6. und 7. Dezember in zwei Buxtehuder Schulen: im Gymnasium Süd und in der Halepaghen-Schule. Die öffentliche Lesung mit anschließendem Gespräch für alle Interessierten findet am Donnerstag, 6. Dezember, 20 Uhr, in der Stadtbibliothek, Fischerstraße 2, statt. Eine Dolmetscherin ist ebenfalls dabei.

Der Eintritt zur Preisverleihung sowie zur Lesung ist frei. Eintrittskarten sind beim Kulturbüro der Stadt Buxtehude, Telefon (04161) 501-2323, in der Stadtbibliothek, Telefon (04161) 999 06-0, in der Stadtinfo, Telefon (04161) 501-2348 sowie im Buxtehuder Bürgerbüro, Telefon (04161) 501-1111 erhältlich (geladene Gäste benötigen keine Eintrittskarten).

Über den Preis
Der Buxtehuder Bulle ist einer der renommiertesten und traditionsreichsten deutschen Literaturpreise. Er wurde 1971 von dem Buxtehuder Buchhändler Winfried Ziemann initiiert. Ziel des Buxtehuder Bullen ist es, Jugendliche zu aktivem und intensivem Lesen zu bewegen und gleichzeitig zu einer Förderung und Verbreitung guter Jugendbücher beizutragen.

Durch die traditionell paritätische Zusammensetzung der Jury aus Jugendlichen und Erwachsenen bildet der Preis seit über 40 Jahren erfolgreich die Schnittstelle zwischen literarischer Qualität, Lektürevorlieben Jugendlicher sowie Themen, die Jugendliche und Literaturexperten gemeinsam bewegen. In seiner Zielsetzung und seinem Verfahren ist der Preis auch nach 40 Jahren weiterhin einzigartig im deutschsprachigen Raum. Sagenhafte 75 Prozent aller preisgekrönten Titel seit 1971 sind aktuell noch lieferbar. Ein Beweis für den Erfolg des Preises auch auf wirtschaftlicher Ebene.

Bisher ging der Preis unter anderem an Susan Beth Pfeffer, Suzanne Collins, Markus Zusak, Michael Ende, Gudrun Pausewang, Klaus Kordon, Ursula Wölfel und Jostein Gaarder.

Über die Autorin
Schon als Kind hat Lauren Oliver (30) leidenschaftlich gern Bücher gelesen und dann Fortsetzungen dazu geschrieben. Irgendwann wurden daraus ihre eigenen Geschichten. Sie hat Philosophie und Literatur studiert und kurz bei einem Verlag in New York gearbeitet. Lauren Oliver lebt in Brooklyn.

Die Termine im Einzelnen:
Mittwoch, 5. Dezember 2012:
12.45 Uhr: Blog-Fan-Aktion bei Carlsen, Völckersstraße 14 - 20, Hamburg
gegen 17 Uhr: Plattenenthüllung auf dem BULLEvard (vor Stackmann), Buxtehude

Donnerstag, 6. Dezember 2012:
9.30 Uhr: Lesung am Gymnasium Süd, Torfweg 36, Buxtehude
20 Uhr: Öffentliche Lesung und Gespräch in der Stadtbibliothek, Fischerstraße 2 (das Gespräch wird übersetzt), Buxtehude

Freitag, 7. Dezember 2012:
8.30 Uhr: Lesung in der Halepaghen-Schule, Konopkastraße 5, Buxtehude
19.30 Uhr: Preisverleihung auf der Halepaghen-Bühne, Konopkastraße 5, Buxtehude

40. Buxtehuder Bulle geht in die USA

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Die Amerikanerin Susan Beth Pfeffer macht das Rennen um den mit 5000 Euro dotierten Jugendbuchpreis - Gefeiert wird im Herbst

Am Dienstagabend fiel in der Stadtbibliothek die Entscheidung: Der 40. Buxtehuder Bulle geht in die USA. Empfängerin ist die Autorin Susan Beth Pfeffer, deren Zukunftsroman "Die Welt wie wir sie kannten" das Rennen um den mit 5000 Euro dotierten Jugendbuchpreis gemacht hat. 83 Punkte gab es von der paritätisch besetzten Jury. 36 davon kamen von den Jugendlichen und 47 von den Erwachsenen.
Die Atmosphäre in der Stadtbibliothek ist locker. Kurz nach der handverlesenen Auszählung erreichen Bürgermeister Jürgen Badur und Sibylle Bruns-Decker vom Kulturbüro die frischgebackene Preisträgerin am Telefon. Die 63-Jährige ist völlig aus dem Häuschen: "Bitte sagen Sie das noch mal. Buxtehude habe ich verstanden. Das mit dem Preis auch. Aber ich kann das einfach nicht glauben", freut sich die nördlich von New York lebende Amerikanerin und versichert: "Natürlich komme ich zur Preisverleihung nach Deutschland."
Wie berichtet, hatten sich die Bullen-Juroren durch zirka 60 internationale Titel gelesen, die im vergangenen Jahr auf dem deutschen Büchermarkt erschienen sind. Sechs davon schickten sie in die Endrunde. Bei dem entscheidenden Votum gestern Abend zeigt sich, wie unterschiedlich diesmal die Vorlieben der jugendlichen und erwachsenen Leser sind. Beim Bullen 2010 haben sich eindeutig die älteren Juroren durchgesetzt. Auf Platz zwei ist mit 63 Stimmen "About Rouby" von Sarah Dessen gelandet. Den dritten Platz teilen sich mit jeweils 59 Punkten gleich drei Autoren und Autorinnen.
Endzeitstimmung: Mit "Die Welt wie wir sie kannten" hat Susan Beth Pfeffer einen packenden Zukunftsroman geschrieben, der nicht zuletzt vor dem Hintergrund von Fukushima von beklemmender Aktualität ist. Ein Asteroid schlägt auf dem Mond ein. Der Erdtrabant wird aus seiner Umlaufbahn katapultiert. Extreme Wetterumschwünge, Flutkatastrophen und Erdbeben sind die Folge.
Über Nacht gerät der blaue Planet aus den Fugen. Für Miranda und ihre Familie, ja, für die gesamte Menschheit, ist nichts mehr so, wie es vorher war. Ein verzweifelter Kampf ums Überleben beginnt. Miranda und ihre Familie lernen, dass gerade bei großen Katastrophen die kleinen Dinge zählen - Feuerholz, Toilettenpapier oder eine einfache Dose Bohnen gehören dazu. Und sie erfahren, wie wichtig es ist, zusammenzuhalten.
Zu Beginn des Abends erinnert Stadtbibliothekschefin Ulrike Mensching noch einmal an Winfried Ziemann. Es ist die erste Auszählung ohne den im vergangenen Winter verstorbenen Bullenvater, der die renommierte Auszeichnung nebst schwergewichtiger Bullen-Plastik 1971 auf den Weg gebracht hat.
"Die Welt wie wir sie kannten", 410 Seiten, gebunden, ist im Carlsen Verlag erschienen und für 17,90 Euro im Buchhandel erhältlich. (hag)

Die Autorin Susan Beth Pfeffer

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Susan Beth Pfeffer wurde 1949 in New York geboren. Schon als kleines Mädchen wollte sie Schriftstellerin werden. Mit inzwischen über 60 veröffentlichten Kinder- und Jugendbüchern dürfte ihr dies mehr als gelungen sein. "Die Welt wie wir sie kannten" ist ihre erste Buchveröffentlichung in Deutschland gewesen. Unter dem Originaltitel "Life as we knew it" erschien der Roman in seiner ersten Auflage im Jahr 2006. Das Werk erschien im vergangenen Jahr im deutschen Carlsen Verlag. Die Autorin lebt mit ihren beiden Katzen Emily und Alexander im amerikanischen Middletown. Susan Beth Pfeffer liebt Eislaufen, Kino und, wie sie selbst sagt, "ungesundes Essen". (hag)

29.06.2011

Der 39. Bulle reist in die Staaten

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"Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele": Die 22-köpfige Jury setzt die Gesellschaftsutopie von Suzanne Collins auf Platz eins

Am Dienstagabend wurde es in der Stadtbibliothek spannend und das Ergebnis war eindeutig. Mit 77 Punkten setzte die 22-köpfige Bullen-Jury "Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele" auf Platz eins. Der Roman, eine soziale Utopie aus der Feder der amerikanischen Schriftstellerin Suzanne Collins, gewinnt den 39. mit 5000 Euro dotierten Buxtehuder Jugendbuchpreis. Den Löwenanteil bei dieser Entscheidung halten die Jugendlichen mit 51 Punkten.
In der Stadtbibliothek machten sich sich Bürgermeister-Stellvertreterin Christel Lemm, Stadtbibliothekschefin Ulrike Mensching und Sibylle Bruns-Decker vom Kulturbüro ans Auszählen. Sieben spannende Bücher hatten die Endrunde erreicht. Die Wahl schließlich sorgte für allgemeine Zufriedenheit.
"Dieser Roman blickt in die Zukunft. Und das tut er aus verschiedenen faszinierenden Perspektiven. 'Die Tribute von Panem' sind von der ersten bis zur letzten Seite ungemein spannend", begründen die Jugendlichen ihr Votum. Die Erwachsenen vergleichen das Buch mit "Gladiatorenkämpfen". Es sei gesellschaftskritisch und von großer visueller Ausdruckskraft.
Zum Inhalt: Nordamerika existiert nicht mehr. Kriege und Naturkatastrophen haben das Land zerstört. Aus seinen Trümmern ist Panem entstanden, das in zwölf Distrikte eingeteilt ist und von einer unerbittlichen Regierung geführt wird. Alljährlich finden in Panem besondere Spiele statt. Es ist eine Art Wettstreit, der über das Fernsehen im ganzen Land ausgestrahlt wird, und für den jeder Distrikt zwei Jugendliche zu stellen hat. Die Regeln sind einfach. Und sie sind grausam. Denn bei diesen medienwirksamen Spielen darf es nur einen Überlebenden geben. Als ihre kleine Schwester ausgelost wird, meldet sich die 16-jährige Katniss ohne zu zögern an ihrer Stelle. An der Seite des gleichaltrigen Peeta nimmt das Mädchen den Kampf ums Überleben auf. Die beiden jungen Leute wissen, dass es nur einen Sieger geben darf. Doch wie es scheint, kümmert das Peeta nicht. Er rettet Katniss das Leben. Sind seine Gefühle ihr gegenüber doch nicht nur gespielt, um das Publikum vor den Bildschirmen für sich einzunehmen? Katniss weiß nicht mehr, was sie glauben soll - und vor allem weiß sie nicht, was sie selbst empfindet.
Bis zum späten Abend versuchte Sibylle Bruns-Decker die soeben gekürte Preisträgerin zu erreichen. In den Staaten war es 3 Uhr nachmittags und Suzanne Collins war aushäusig. Berichten zufolge fesselt ihr Roman die Leser in der ganzen Welt. Die packende Gesellschaftsutopie errang in den führenden Medien der USA die ersten Plätze der Bestsellerlisten und erntete begeisterte Kommentare von Autoren-Kollegen wie Stephenie Meyers und Stephen King. Time Magazine wählte Suzanne Collins auf die Liste der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten 2010.
Beim Lesen stelle sich vor allem auch die Frage, wie erschreckend ähnlich das fiktive Gesellschaftsgefüge Panems schon dem unseren ist. Der zweite Band "Die Tribute von Panem - Gefährliche Liebe" eroberte in den USA bereits Platz eins der New York Times-Bestsellerliste. Der dritte Band der Trilogie soll Ende 2010 in den Staaten erscheinen und 2011 auf dem deutschen Büchermarkt.

Die Autorin Suzanne Collins

Suzanne Collins wurde 1962 in den USA geboren und schreibt seit 1991 mit großem Erfolg für das amerikanische Kinderfernsehen. 2003 erschien ihr erstes Kinderbuch „Gregor und die graue Prophezeiung“ als Beginn einer fünfteiligen Abenteuerreihe für junge Leser mit starken Nerven. Rasch entwickelte diese sich zum internationalen Bestseller. Mit „Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele“ veröffentlichte die Autorin den ersten Band einer neuen Trilogie – ein Senkrechtstarter. In Deutschland kam der im Oetinger Verlag erschienene Roman 2009 auf den Markt und wurde für den Jugendliteraturpreis 2010 nominiert. Die Begründung der Jury: „Im Kopf des Lesers entflammen brandaktuelle Fragen: Wie abhängig bin ich eigentlich in der Mediengesellschaft von meinem Bild in der Öffentlichkeit?“
(hag)

Buxtehuder Tageblatt, 16.06.2010

Der 38. Bulle geht nach Australien

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Unter neun Favoriten macht "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak das Rennen um den Jugendbuchpreis - Verleihung im Herbst

Buxtehude. Eindeutiger hätte das Ergebnis nicht sein können: Nach der Auszählung in der Stadtbibliothek hatte "Die Bücherdiebin" aus der Feder von Markus Zusak mit insgesamt 82 Punkten die Nase vorn. Mit 43 Punkten hoben die elf Jugendlichen in der 22-köpfigen Jury den Roman des deutsch-australischen Autors auf ihr Schild. 39 Punkte gab es von den Erwachsenen - was bei der Wahl für eine überaus große Annäherung zwischen den beiden entscheidenden Parteien spricht.

"Als ich den Roman las, war ich total überrascht, hatte ich doch zuerst gedacht, dass das Thema Zweiter Weltkrieg inzwischen ausgelutscht ist. Aber dann war ich davon gefesselt, wie Markus Zusak ein altes Thema mit ganz neuen Elementen und Höhen und Tiefen wieder zum Leben erweckt", war gestern Abend von den jugendlichen Juroren zu hören. Und aus den Reihen der Erwachsenen hieß es: "Es ist die Erzählweise aus der Sicht des Todes, die so ungewöhnlich und absolut faszinierend ist." Mit 52 Punkten holte sich Malorie Blackman für "Himmel und Hölle" den zweiten Platz. 44 Punkte gab es für "Salzwassersommer" von Sharon Dogar, die damit den dritten Platz unter den Spitzenreitern für sich beanspruchen kann. Den im australischen Sydney lebenden Preisträger ans Telefon zu bekommen, war gestern Abend nicht so einfach. In Australien stand die Uhr auf sechs in der Früh. Sibylle Bruns-Decker vom Kulturbüro erwischte stattdessen seinen Anrufbeantworter, überbrachte die frohe Kunde und die Glückwünsche der Stadt, die den Autor im Herbst zur Verleihung des mit 5000 Euro dotierten Bullen willkommen heißen wird.

"Die Bücherdiebin" ist eine Reminiszenz des gebürtigen Deutsch-Österreichers an die Geschichten seiner Eltern aus München und Wien während des Zweiten Weltkriegs (siehe "Zur Person"). Im Mittelpunkt steht das Schicksal von Liesel, die sich im Januar 1939 mit ihrem Bruder Werner auf den Weg nach Molching bei München macht, wo die beiden Pflegeeltern übergeben werden sollen. Doch Werner kommt niemals dort an. Ein heftiger Hustenanfall. Ein letzter Atemzug - dann nichts mehr. Werner findet sein Grab im Schnee. Und Liesel findet im Schnee ihr erstes Buch. Mit dem "Handbuch für Totengräber" und mit der Hilfe ihres Pflegevaters lernt Liesel lesen. Fortan stiehlt sie Bücher. Und sie teilt ihre Schätze. Doch Liesel lebt in den gefährlichen Zeiten eines alles verheerenden Nationalsozialismus.

"Die Bücherdiebin" ist bei Bertelsmann erschienen und für 19,95 im Handel erhältlich.

Buxtehuder Tageblatt 17.06.2009

Verlag: "Bulle krönt eine Erfolgsgeschichte"

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Der Carl-Bertelsmann-Jugendbuchverlag freut sich riesig darüber, dass das Buch "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak mit dem "Buxtehuder Bullen" ausgezeichnet wurde. Wie berichtet, entschied sich die Jury aus elf Jugendlichen und elf Erwachsenen deutlich für "Die Bücherdiebin" als das beste Jugendbuch, das 2008 erschienen ist. Darauf reagierte der Verleger Jürgen Weidenbach mit den Worten: "Die Bücherdiebin ist ein Buch, das mir ganz besonders am Herzen liegt. Es freut mich, dass meine Begeisterung über den Autor und diese zutiefst berührende Geschichte von allen Seiten geteilt wird. Dass Markus Zusak nun mit einem so renommierten Preis wie dem Buxtehuder Bullen ausgezeichnet wird, ist natürlich die Krönung einer Erfolgsgeschichte."(bwil)

Hamburger Abendblatt - 22. Juni 2009, 04:00 Uhr

Kofferaktion / Urlaub

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