Nominierungen Buxtehuder Bulle 2016

Buxtehude. Vertrauen und Verletzlichkeit: Fünf Jugendbücher sind für den „Buxtehuder Bullen“ nominiert. Aus rund 90 Titeln des Erscheinungsjahres 2016 hat die Jury des renommierten Buxtehuder Jugendliteraturpreises fünf Bücher in die engere Auswahl genommen. „In diesem Jahr haben wir eine sehr emotionale Runde. Sie spiegelt in ihrer Vielseitigkeit sehr anschaulich die Gefühlswaschmaschine der Jugendlichen“, sagt die Organisatorin des Preises und Leiterin der Stadtbibliothek Buxtehude Ulrike Mensching.
Nominiert sind: Isabel Abedi „Die längste Nacht“, Eric Lindstrom „Wie ich dich sehe“, Tamara Ireland Stone „Mit anderen Worten: ich“, Jason Reynolds und Brendan Kiely „Nichts ist okay!“ und Annabel Wahba „Tausend Meilen über das Meer“.

Buxtehuder Bulle 2016 Shortlist 2
Ulrike Mensching (Leiterin Stadtbibliothek Buxtehude), Susanne Gratza (Vorsitzende vom Förderkreis), Melanie Hainke (Stadtbibliothek), Swen-Olaf Iwersen und Renate Behncke (Sommerleseplatz der Stadtbibliothek, Rösterei am Fleth) (Fotonachweis: Hansestadt Buxtehude)

Welcher der fünf Titel am Ende das Rennen machen und als das beste Jugendbuch 2016 ausgezeichnet wird, stellt sich in den kommenden Wochen heraus: Die öffentliche Preisentscheidung findet am 31. August ab 19 Uhr im Stieglitzhaus statt.

Die Shortlist mit den Nominierungen verstehe sich auch als Empfehlung für die Sommerlektüre, sagt Ulrike Mensching: „Das sind alles emotional packende Geschichten.“ In der Stadtbibliothek sind 30 Bücher angeschafft worden – von jedem nominierten Titel gibt es als also sechs Exemplare.
Mit einem kleinen Flyer, der einem Koffer nachempfunden ist, und in dem frei nach dem Motto „Mit dem Bullen in den Urlaub“ die fünf Finaltitel kurz vorgestellt werden, machen Förderkreis und Stadtbibliothek Buxtehude auf den Jugendliteraturpreis aufmerksam: „Hier sind die für den Buxtehuder Bullen nominierten Bücher schon in den Urlaubskoffer gepackt“, sagt die Vorsitzende Susanne Gratza.

Pünktlich zu den Sommerferien schließt sich noch ein Aufruf zu einer Foto-Aktion auf Facebook und Instagram an: Die Leserinnen und Leser der nominierten Bücher sind eingeladen, an einem Wettbewerb teilzunehmen: Sie können ihr Urlaubsfoto von einem der Bücher der Shortlist zusammen mit der Kofferkarte an This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. schicken oder das Urlaubsbild bei Instagram mit dem Hashtag #buxtehuderhulle2017 posten. Die besten Fotos werden prämiert.

 

Die Shortlist der Jugendbücher für den Buxtehuder Bullen 2016

die laengste nacht web
Isabel Abedi

„Die längste Nacht“

Arena Verlag, 408 S.

Es sind nur ein paar Sätze in einem noch unveröffentlichten Manuskript, das Vita im Arbeitszimmer ihres Vaters findet – aber etwas an ihnen verzaubert und verstört die Siebzehnjährige gleichzeitig. Wenig später bricht sie mit ihren Freunden zu einer Fahrt quer durch Europa auf und stößt in Italien durch Zufall auf den Schauplatz des Manuskripts: Viagello, ein malerisches kleines Dorf. Der Ort strahlt für Vita eine merkwürdige Anziehungskraft aus, die noch stärker wird, als ihr der Seiltänzer Luca buchstäblich vor die Füße fällt. Noch ahnt sie nicht, dass er sie auf eine Reise tief in ihre Erinnerungen führen wird, an deren Ende etwas steht, was einst in Viagello geschah – in jener längsten Nacht ...

 

wie ich dich sehe web
Eric Lindstrom

„Wie ich dich sehe“

Carlsen Verlag, 352 S. (Übersetzung: Katarina Ganslandt)

„Ich bin wie du mit geschlossenen Augen, nur cleverer!“ Das ist Parkers  Credo und sie hat ein strenges Regelwerk aufgestellt, wie sie behandelt
werden will. Seit der Trennung von ihrem Freund Scott und dem plötzlichen Tod ihres Vaters verlässt sie sich nur noch auf sich selbst. Für jeden Tag, an dem sie nicht heult, gibt sie sich einen Goldstern. Sie trainiert fürs Laufteam – okay, sie mag ja blind sein, aber ihre Beine funktionieren noch. Scott will ihrer Liebe noch eine Chance geben. Doch es fällt Parker schwer, ihren Panzer abzulegen und wieder Vertrauen zu haben.

 

mit anderen worten ich web
Tamara Ireland Stone

„Mit anderen Worten: ich“

magellan Verlag, 336 S. (Übersetzung: Sandra Knuffinke, Jessika Komina)

Worte sind nicht Samanthas Freunde. Im Gegenteil: In endlosen Gedankenschleifen verfolgen sie Sam und hindern sie daran, ein unbeschwertes Leben zu führen. Aus Angst, als verrückt abgestempelt zu werden, verheimlicht Sam ihren täglichen Kampf. Nur Caroline sieht hinter Sams Fassade und lädt sie ein, sich einem geheimen Dichterklub anzuschließen. Hier erlebt Sam zum ersten Mal die befreiende Kraft von Worten und kommt sich endlich selbst wieder nahe. Als sie sich in den klugen, zurückhaltenden AJ verliebt und gerade beginnt, vorsichtig auf ihr neues Glück zu vertrauen, stellt eine unerwartete Entdeckung alles infrage.

 

nichts ist ok web
Jason Reynolds, Brendan Kiely:

„Nichts ist okay!“

dtv Verlag, 320 S. (Übersetzung: Klaus Fritz, Anja Hansen-Schmidt)

Eigentlich wollte Rashad nur eine Tüte Chips kaufen. Doch kaum hat er den Laden betreten, wird er plötzlich vor die Tür gezerrt. Und ein Polizist stürzt sich auf ihn. Er schlägt auf ihn ein und wirft ihm Diebstahl vor. Erst im Krankenhaus kommt Rashad wieder zu sich. Rashad ist schwarzer
Hautfarbe, der Polizist ein Weißer. Beobachtet hat die Szene ein anderer
Jugendlicher: Quinn Collins, weiß, Freund der Familie des Polizisten und Mitschüler von Rashad. Quinn ist schockiert Beide Jugendlichen erzählen ihre Geschichte: von den Vorwürfen gegenüber Rashad, er habe den Vorfall provoziert, und von dem subtilen Druck, der auf Quinn ausgeübt wird, sich nicht als Zeuge zu melden. Zur selben Zeit gerät eine Stadt in Ausnahmezustand.

 
 

tausend meilen web
Annabel Wahba

„Tausend Meilen über das Meer“

cbj Verlag, 248 S.

Karim ist die Flucht aus seiner umkämpften Heimatstadt Homs gelungen. Mit seiner Familie schafft er es nach Ägypten und versucht von dort, mit seinem Onkel übers Mittelmeer nach Italien zu gelangen. Dabei verliert er den Onkel, verfehlt das Schlepperboot und landet im Gefängnis. Beim nächsten Fluchtversuch mit dem Boot kommt er im Sturm fast um. Es grenzt an ein Wunder, dass er Monate später in Konstanz zur Schule gehen darf. Karim fällt es schwer Freunde zu finden, beginnt dennoch Fuß zu fassen. Doch da bezichtigt ihn eine Mitschülerin des Mobbings.

 

Pressemitteilung der Stadtbibliothekt vom 20.06.2017

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