US-Schriftstellerin Victoria Aveyard kann „Buxtehuder Bullen“ nicht persönlich in Empfang nehmen – Alternativ-Veranstaltung geplant

US-Schriftstellerin Victoria Aveyard kann „Buxtehuder Bullen“ nicht persönlich in Empfang nehmen – Alternativ-Veranstaltung geplant

Buxtehude. Als die amerikanische Schriftstellerin Victoria Aveyard im September 2016 mit überzeugender Mehrheit insbesondere bei den jugendlichen Juroren mit ihren Phantasieroman „Die Farben des Blutes: Die rote Königin“ unter 90 nominierten Buchtiteln zur Siegerin des renommierten Buxtehuder Jugendbuchpreises „Buxtehuder Bulle“ gewählt wurde, war die Freude bei allen Beteiligten besonders groß. Umso größer ist jetzt die Enttäuschung bei den Buxtehuder Organisatoren, zahlreichen Leserinnen und Lesern sowie Fans der Schriftstellerin über die Mitteilung, dass die 26-jährige Autorin ihren Preis nicht persönlich in Buxtehude in Empfang nehmen wird. Victoria Aveyard arbeite derzeit bereits an ihrem vierten Roman und müsse daher aus Zeitgründen die Preisverleihung in Buxtehude absagen, so die Erklärung ihrer New Yorker Agentur.

Die Absage von Victoria Aveyard, die in Los Angeles lebt, wird bei so manchem hiesigen Literatur- und Bullenfreund sicherlich Anlass zu der Überlegung nach einer grundsätzlichen Änderung des Jugendbuchpreises mit Beteiligung von Autoren ausschließlich aus Europa oder sogar lediglich aus Deutschland geben. Ein ausführlicher Vergleich mit anderen Literaturpreisen und eine Auswertung weltweiter Erwähnung in Presse, Funk und Fernsehen zeigt allerdings die enorme Bedeutung des „Buxtehuder Bullen" als einen der renommiertesten und traditionsreichsten Jugendbuchpreise auch auf internationaler Ebene. Seit 45 Jahren bildet der Preis erfolgreich die Schnittstelle zwischen literarischer Qualität, Lektürevorlieben Jugendlicher sowie Themen, die Jugendliche und Literaturexperten gleichermaßen bewegen und ist bis heute nahezu einzigartig. „Um die enorme Bedeutung des „Buxtehuder Bullen" zu erhalten, werden wir den Preis weiterhin weltweit vergeben, und in unseren heutigen globalen Zeiten möchten wir auch künftig Autoren-Newcomern aus allen Kontinenten eine Chance bieten, egal ob der Preisträger nach Buxtehude kommt oder nicht“, teilte Ulrike Mensching, Leiterin der Stadtbibliothek, die aktuelle Entscheidung der Verantwortlichen der Stadt Buxtehude mit.

Zusammen mit dem deutschen Carlsen Verlag der Preisträgerin Victoria Aveyard werde jetzt eine Alternativ-Veranstaltung für die Preisverleihung konzipiert, so Mensching. Auch das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro werde die Autorin erhalten. Die Stahlplastik in Form des Bullen, die ebenfalls alle Preisträger des Jugendbuchpreises bekommen, bleibt bis zur Abholung durch die Preisträgerin in Buxtehude. Unter den bislang 45 Preisträgern waren bereits einige amerikanische Autoren – fast alle von ihnen haben den „Buxtehuder Bullen“ auch persönlich in Empfang genommen.

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