Wohin du mich führst

Der Autor | Das Buch


Wohin du mich führstAssaf läuft durch Jerusalem, an seiner Leine ein herrenloser Hund. Aber nicht er führt den Hund, die Hündin Dinka lenkt ihn. Zurück zu ihrer Herrin, dem Mädchen Tamar soll sie ihn bringen, damit er die Strafgebühr für entlaufene Hunde kassieren kann.

Wer ist Tamar, und weshalb ist sie, sechzehnjährig, aus dem Elternhaus verschwunden? Warum tritt sie an öffentlichen Plätzen als Straßensängerin auf? Und wieso ist plötzlich jemand wie der Teufel hinter Assaf und dem Hund her?

Je mehr Assaf über Tamar in Erfahrung bringt, desto stärker fühlt er sich zu ihr hingezogen. ln einer spannenden Dramaturgie bewegen sich Tamar und Assaf aufeinander zu. Tamar ist aufgebrochen, ihren Bruder Schaj aus der Drogenszene zu holen. Ein atemloser Wettlauf um Schajs Rettung steht ihr bevor.

Wie Assaf und Tamar in der gemeinsamen Aufgabe sich und einander finden - davon erzählt Grossman in Szenen von unerhörter Intensität. Und dass die Suche nach Glück und ldentität aller prekären Welterfahrung zum Trotz vielleicht doch zum Ziel führen kann - mit dieser Hoffnung endet das Buch.

Pressestimmen - Pressestimmen - Pressestimmen

„Wenn Grossman ein Märchen geschrieben hat, so in jedem Fall ein radikales Märchen der Versöhnung: eines, das vor dem allgegenwärtigen Schicksal der Selbstentfremdung nicht kapituliert.”
Kurt Kreiler, Neue Züricher Zeitung

„Dieser Abenteuerroman ist zugleich eine Entdeckungsreise: Tamar und Assaf finden durch die riesigen Konflikte, in die sie geraten, zu ihrer Persönlichkeit. Sie legen ihre Stärken und Schwächen frei, erforschen die Wurzeln von Freundschaften und lernen, sich auf solche zu verlassen. Denn nur diese machen das Happy End schließlich möglich. Ganz nebenbei enthüllt der Erzähler auch ein alltägliches Jerusalem, eine Stadt der einsamen, unterdrückten und drogenabhängigen Menschen, eine ganz gewöhnliche Großstadt, in der Religionskonflikte in den Hintergrund treten."
Christine Diller, Münchner Merkur

„Wohin du mich führst” ist ein raffiniert aufgebauter literarischer Thriller. Die klugen Schnitte und der Wechsel der Erzählperspektiven erzeugen Hochspannung, Grossman führt durch den israelischen Alltag, erinnert an die politischen Verhältnisse im Land und nimmt den Leser mit zu den Straßenkindern. Ein brisanter Stoff für einen rasanten Roman. Berührungsängste kennt Grossman nicht. Mit erbarmungsloser Schärfe schildert er die Brutalität der Dealer, das hysterische Verhalten der Polizei, die Hilflosigkeit mancher Eltern. Einfühlsam taucht der Autor in die verwirrende Gefühlswelt der Jugendlichen ein, erzählt von ihren Sehnsüchten und Enttäuschungen, Zweifeln und Erkenntnissen."
Margit Lesemann, Tagesspiegel

 

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