Die Not der Familie Caldera

Der Autor | Das Buch (1983) | Das Buch (1977)


Die Not der Familie CalderaDas Buch

Die Geschichte handelt von einem Indio namens Ramón, der in den Anden Südamerikas aufwächst. Er will es im Gegensatz zu seinen Verwandten zu etwas bringen. Er macht sich deshalb im Alter von 19 Jahren auf in die Großstadt. Dort bekommt er den Tipp, er solle sich seinen Zopf abschneiden, um als zivilisierter Indio gelten zu können. Für das Geld, das er für seinen Zopf bekommt, kann er sich sein erstes Paar billige Schuhe kaufen. Zu Anfang hat er Glück: Er lernt Don Ernesto kennen, der ihm hilft, eine Arbeit zu finden. In Don Ernestos Haushalt arbeitet Rafaela als Hausmädchen. Diese macht ihn mit verschiedenen modernen Geräten vertraut und hilft ihm auch sonst bei der Eingewöhnung in der Stadt. Rafaela wird später seine Frau, nachdem er ihr auf einem Jahrmarkt einen Heiratsantrag gemacht hat.

Nach einer Phase des Glücks (Hochzeit, Hauskauf, Geburt der ersten Kinder) erleidet die Familie verschiedene Schicksalsschläge: einige Kinder von Ramón und Rafaela sterben, und die Eltern verlieren nach Unfällen ihre Arbeit. Daher müssen die Calderas ihr Haus verlassen und in ein Elendsviertel ziehen. Da weder Mutter noch Vater eine neue Arbeit finden, wird Vater Ramón zum Dieb und zieht auch seine ältesten Kinder mit in die Kriminalität hinein. Tragischerweise wird Ramón bei einer seiner Diesbestouren von einem Hausbesitzer überrascht und erschossen. Die Mutter muss nun mit ihren Kindern von Haus zu Haus ziehen oder auf öffentlichen Plätzen sitzen und von dem leben, was sie durch das Betteln verdienen. 

 

"„Die Not der Familie Caldera": So sachlich und gewichtig wie der Titel ist das ganze Buch. Ein junger Indio, begabt und neugierig, verläßt das heimatliche Gebirgstal, um in der großen Hafenstadt sein Glück zu machen. Nach einem Anfang verliert er seinen Arbeitsplatz und damit jede Chance, sich und seine Familie zu ernähren.

Die Autorin hat längere Zeit als Lehrerin an deutschen Schulen in Chile und Venezuela unterrichtet. Am Beispiel einer einzelnen Familie charakterisiert sie das Leben, die Lebensbedingungen Hunderttausender in Südamerika. Sie informiert über die sozialen Wirklichkeiten, ohne nach Schuldigen, ohne nach Lösungen zu suchen. Sie berichtet Tatsachen nüchtern und genau ... ein bewegendes Zeugnis einer auswegslosen, für uns unvorstellbaren Armut."
Barbara Roth
Süddeutsche Zeitung

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